Hilfe und Beratung

Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene und deren Angehörige in Rheinland-Pfalz

Suchtberatungsstellen in Rheinland-Pfalz

Hier finden Betroffene und deren Angehörige allgemeine Unterstützung und Beratung bei allen Fragen zum Thema Sucht.

Suchtberatungsstellen in Rheinland-Pfalz

Fachkliniken und andere Stationäre Hilfeangebote

In Rheinland-Pfalz stehen rund 40 Plätze für einen qualifizierten Drogenentzug in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach und im Pfalzklinikum Klingenmünster zur Verfügung. 15 Fachkliniken halten rund 1.300 Plätze für eine Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen bereit.

Besonders hinzuweisen ist auf die Möglichkeit der Behandlung von Müttern und Vätern mit Kindern in verschiedenen Einrichtungen. Zusätzlich stehen drei gesonderte Adaptionseinrichtungen, eine niedrigschwellige Übergangseinrichtung für drogenabhängige Menschen in Mayen-Kürrenberg und eine Einrichtung der Jugendhilfe für suchtgefährdete und -abhängige Jugendliche in Wolfstein zur Verfügung. Mit Unterstützung des Landes wurde auch das Hilfeangebot für chronisch mehrfach beeinträchtigte Suchtkranke erheblich ausgebaut. Für diesen Personenkreis stehen rund 440 Plätze in zehn soziotherapeutischen Wohnheimen zur Verfügung.


Wohn- und Arbeitsprojekte für suchtkranke Menschen

Nach Abschluss einer Entwöhnungsbehandlung gilt es, den Behandlungserfolg zu stabilisieren und die oft verlorenen sozialen und beruflichen Bezüge wiederaufzubauen. Insbesondere beim beruflichen Wiedereinstieg kommt Wohn- und Arbeitsprojekten für suchtkranke Menschen eine besondere Bedeutung zu. In Rheinland-Pfalz stehen in 11 Wohngruppen insgesamt ca. 130 Plätze zur Verfügung. In spezifischen Arbeitsprojekten steht die Wiedereingliederung in die Erwerbstätigkeit im Anschluss an eine erfolgreiche Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung im Fokus.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Suchtberatungsstelle.


Suchtselbsthilfe

Für die Beratung und Behandlung suchtkranker Menschen steht in Rheinland-Pfalz ein differenziertes und gut ausgebautes Hilfesystem zur Verfügung. Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und deren Angehörige sind ein wichtiger und eigenständiger Bestandteil dieses Systems, das jährlich mehreren tausend Menschen Wege zum Ausstieg aus der Sucht eröffnet. Selbsthilfegruppen dienen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation. In Rheinland-Pfalz gibt es rund 300 Gruppen der Suchtselbsthilfe.

Die Website suchtselbsthilfe.rlp.de gibt einen Überblick über die in Rheinland-Pfalz aktiven Verbände der Suchtselbsthilfe. Unter den genannten Kontaktadressen können die Selbsthilfegruppen in den einzelnen Regionen erfragt werden.


Ambulanz für Spielsucht

Die Ambulanz für Spielsucht der Universitätsmedizin Mainz bietet neben der Therapie des Pathologischen Glücksspiels im Rahmen eines Modellprojektes erstmalig in Deutschland auch gruppentherapeutische Behandlungsangebote für das Störungsbild Computerspiel- bzw. Internetsucht. Damit reagiert das Universitätsklinikum auf den aktuell steigenden Bedarf der Betroffenen, die an Computerspielsucht leiden, und schließt damit eine existierende Versorgungslücke im ambulanten Bereich.


Hotline Verhaltenssucht

Das Kompetenzzentrum für Spielerschutz und Prävention der Universitätsmedizin Mainz bietet eine zentrale, für Anrufer kostenlose und auf Wunsch anonyme, Beratungshotline für Betroffene und deren Angehörige an. Die Hotline wird von therapeutisch weitergebildeten klinischen Psychologen betreut und ist sowohl Informations- als auch Krisenhotline für den Bereich Glücksspielsucht. Ziel ist es, Betroffenen und Angehörigen möglichst schnell und niedrigschwellig in das regionale Hilfssystem zu vermitteln.

Das telefonische Beratungsangebot der Hotline Verhaltenssucht, Kompetenzzentrum Spielerschutz und Prävention ist gebührenfrei unter der Rufnummer 0800- 1 529 529 von Montag bis Freitag von 12:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.